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Frunslüüd in de Politik

Diskussion zur Gewinnung von mehr Frauen für die Mitarbeit in der Kommunalpolitik

Obwohl Frauen mehr als die Hälfte der Bevölkerung stellen, sind sie im Deutschen Bundestag nur mit einem Anteil von 32,4 % vertreten, in den Landesparlamenten mit 33,2 %. Auf kommunaler Ebene liegt der Anteil mit 30,5 % sogar unter einem Drittel.

Liegt es an traditionellen Rollenbildern, fehlenden finanziellen und zeitlichen Möglichkeiten oder ist bereits der erste Schritt mit zu vielen Vorbehalten behaftet? Wie sieht es im Kreis Nordfriesland aus und wie bei uns auf Pellworm? Welche Anreize für politisches Engagement können geschaffen werden?

Anlässlich dieser Fragestellungen hat der CDU-Ortsverband Pellworm, initiiert durch Dirk Peterssen, am 15. März alle Interessierten zu einer Diskussion eingeladen, wie mehr Frauen für ein Engagement in der Kommunalpolitik gewonnen werden können. Begeistert von dem Vorhaben nahmen drei Frauen vom Festland, die sich seit Jahren kommunalpolitisch engagieren, die Einladung gern an, ihre Erfahrungen mit mehr als 30 Teilnehmer:innen zu teilen.

Telse Dierks ist Steuerfachwirtin, Mutter einer Tochter, Gemeindevertreterin in Viöl und Mitglied des nordfriesischen Kreistages.

Sie hat ihr Ehrenamt als Bürgermeisterin in Viöl niedergelegt und berichtet von der Herausforderung, Familie, Beruf und politisches Ehrenamt zu vereinbaren. Die Aufgabenlast war zu hoch, um dieses Amt neben Familie und Hauptberuf vollumfänglich ausüben zu können. Ihr Entschluss zeigte Wirkung: Die Gemeindepolitik beschloss daraufhin strukturelle Veränderungen, um die Verantwortlichkeiten auf mehrere Schultern zu verteilen.

Julia Nissen ist Agrarjournalistin, Influencerin „Deichdeern“, Mutter von vier Kindern und Mitglied des nordfriesischen Kreistages.

Sie gab einen Einblick, wie sie zur Politik kam, wie sie die Herausforderungen mit Familie und Beruf meistert und wie sie es schafft, als Influencerin unabhängig von ihrer politischen Tätigkeit aufzutreten. Frauen werden in der Politik oft anders befragt als Männer, da mehrere gesellschaftliche und mediale Faktoren zusammenwirken. Das hat weniger mit offiziellen Regeln zu tun als mit Gewohnheiten, Erwartungen und Stereotypen. Medien suchen bei Frauen häufiger nach persönlichen Geschichten, die Aufmerksamkeit erzeugen, während bei Männern eher politische Arbeit oder Strategien im Vordergrund stehen. Diesem Stereotyp wirkt sie als Influencerin bewusst entgegen.

Kathrin Pohns ist Sozialpädagogin und Großhandelskauffrau, stellvertretende Vorsitzende des Sozialausschusses im Kreis Nordfriesland sowie Beisitzerin im Landesvorstand der Frauenunion.

Sie berichtete aus ihrem Frauennetzwerk und der Arbeit im Landesvorstand der Frauenunion. Diese versteht sich als Interessenvertretung für Frauen in der Politik und setzt sich für strukturelle Gleichstellung ein. Themen sind unter anderem die Anerkennung von Familien- und Care-Arbeit sowie der Ausgleich finanzieller Nachteile durch Teilzeitarbeit und Renteneinbußen, Gewaltschutz und allgemeine Gesundheitsthemen. Viele Fortschritte konnten nur durch das Engagement von Frauen in der Politik erreicht werden.

Ausgangspunkt der Diskussion war die Feststellung, dass Frauen in kommunalen Gremien trotz steigender Beteiligung weiterhin deutlich unterrepräsentiert sind. Ziel war es, mögliche Ursachen zu identifizieren und konkrete Maßnahmen zu entwickeln, um die Beteiligung von Frauen zu stärken.

Woran liegt es, dass Frauen nicht stärker in der Politik vertreten sind?

Ein zentrales Thema war strukturelle Hürden, die Frauen häufig von einer politischen Mitarbeit abhalten. Dazu zählen insbesondere zeitliche Belastungen durch Familie, Beruf und Ehrenamt. Viele Teilnehmende betonten, dass Sitzungszeiten und politische Termine oft schwer mit anderen Verpflichtungen vereinbar sind. Als mögliche Lösung wurden digitale Teilnahmeoptionen vorgeschlagen. Zudem ist es besonders auf kommunaler Ebene schwierig, politische Tätigkeit vom persönlichen Umfeld zu trennen. Hier sehen insbesondere Frauen Herausforderungen, da sie häufig die Rolle übernehmen, Familie, Beruf und Engagement im Inselleben miteinander in Einklang zu bringen.

Ein weiterer Punkt war die fehlende Sichtbarkeit von Vorbildern. In vielen Gemeinden gibt es nur wenige Frauen in politischen Führungspositionen, wodurch sich potenzielle Kandidatinnen weniger angesprochen fühlen. Es wurde angeregt, Erwartungen, Aufgaben und zeitlichen Umfang transparenter darzustellen. Parteiorganisationen und kommunale Initiativen könnten Informationsveranstaltungen, Workshops oder Mentoringprogramme anbieten, um den Einstieg zu erleichtern.

Auch das politische Klima und die Diskussionskultur wurden thematisiert. Einige Teilnehmende berichteten, dass Debatten teilweise als konfrontativ oder abschreckend wahrgenommen werden. Eine respektvolle und offene Kommunikationskultur wurde daher als entscheidend angesehen.

Die demokratischen Parteien tragen gemeinsam Verantwortung für den Schutz und die Sicherung der Demokratie. Dafür ist es notwendig, einander zu stärken und auch bereit zu sein, eigene Interessen zurückzustellen.

Motivation für ein Engagement in der Kommunalpolitik

Im Verlauf der Diskussion wurde deutlich, dass viele Beweggründe eng mit dem direkten Einfluss auf das eigene Lebensumfeld verbunden sind.

Ein wichtiger Motivationsfaktor ist der Wunsch, die eigene Gemeinde aktiv mitzugestalten. Kommunalpolitik betrifft viele Bereiche des täglichen Lebens – auf der Insel nahezu alle. Darüber hinaus ist das Interesse an gesellschaftlicher Verantwortung ein zentraler Antrieb. Aus diesem Grund engagieren sich viele Frauen stark in Vereinen und Verbänden. Die Kommunalpolitik bietet die Möglichkeit, dieses Engagement weiterzuentwickeln und nachhaltige Zukunftsperspektiven, die besonders für Pellworm wichtiger denn je sind, aktiv mitzugestalten.

Ein weiterer Aspekt ist die Vertretung eigener Interessen. Durch ihre Beteiligung können Frauen Themen stärker einbringen, die bislang weniger Beachtung gefunden haben. Dadurch wird politische Entscheidungsfindung vielfältiger und ausgewogener.

Zudem wurde betont, dass Unterstützung aus dem persönlichen Umfeld die Motivation stärkt. Oft fehlt es weniger an Interesse als an Selbstvertrauen. Wenn Frauen ermutigt werden, sich einzubringen und Verantwortung zu übernehmen, zeigt sich schnell, dass ihr Engagement geschätzt wird und Vielfältigkeit die Themen voranbringt.

Muss man einer Partei angehören, um sich in der Gemeindepolitik zu engagieren?

Grundsätzlich verfolgen alle politisch Engagierten das Ziel, die Entwicklung der Region gemeinsam voranzubringen und unterschiedliche Interessen auszugleichen.

Wer sich engagieren möchte, sollte sich mit den Zielen der Parteien auf kommunaler Ebene auseinandersetzen und prüfen, wo die größte Übereinstimmung besteht. Eine Identifikation mit der Bundespolitik ist dabei nicht zwingend notwendig. Politisches Engagement ist auch ohne Parteizugehörigkeit möglich, allerdings oft mit eingeschränkten Einflussmöglichkeiten auf überregionaler Ebene.

Ohne Frauen geht es (auch in der Politik) nicht

Abschließend wurde betont, dass eine stärkere Beteiligung von Frauen nicht nur eine Frage der Gleichberechtigung ist, sondern auch die Qualität politischer Entscheidungen verbessert. Unterschiedliche Perspektiven tragen dazu bei, Politik näher an den Bedürfnissen der gesamten Bevölkerung auszurichten.

Neben Frauen werden auch junge Menschen verstärkt für politisches Engagement gesucht. Der Austausch zeigte, dass politisch Verantwortliche gefordert sind, mehr Transparenz in ihre Arbeit zu bringen. Medien berichten häufig über Konflikte, während positive Entwicklungen weniger sichtbar sind.

Wie kann Politik also besser ansprechen? Teilt eure Erfolge und Herausforderungen! Welche Themen bewegen euch? Welche Entscheidungen wurden getroffen? Wann findet die nächste Gemeinderatssitzung statt (an der übrigens alle teilnehmen dürfen)? Zeigt, dass Politik auch Spaß bringen kann!

Die daraus entstandene Idee, einen öffentlichen WhatsApp-Channel für aktuelle Informationen anzubieten, wurde im Nachgang prompt umgesetzt Folgt einfach dem Kanal “Nordseeinsel Pellworm”.

Fazit: das war nicht einmalig, sondern ein Auftakt

Die Veranstaltung hat gezeigt, wie wichtig der Dialog ist und wie sehr er Menschen dazu ermutigen kann, sich einzubringen. Die Vielfalt der Perspektiven führte zu einer lebendigen Diskussion und neuen Impulsen.

Ein besonderer Dank gilt den Referentinnen Telse Dierks, Julia Nissen und Kathrin Pohns. Mit Offenheit und persönlichem Engagement haben sie Einblicke in ihren politischen Alltag gegeben und dabei auch Herausforderungen nicht ausgeklammert.

Besonderes Lob verdient das liebevoll gestaltete, selbstgemachte Frühstücks- und Kuchenbüffet. Mit viel Engagement und Sinn fürs Detail vorbereitet, ließ es keine Wünsche offen und wurde von allen Teilnehmenden sehr geschätzt und bewundert.

Insgesamt hinterließ der Tag einen motivierenden Eindruck und machte deutlich, wie wertvoll solche Formate für die Kommunalpolitik sind. Wichtig ist nun, auch weiterhin durch offene Gesprächsangebote, Begegnungen und gemeinsame Veranstaltungen Räume für Austausch und Beteiligung zu schaffen und Aufklärungsarbeit in der Kommunalpolitik zu leisten.

Kristin Lucht

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